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Programm 2015

Das Vortragsprogramm auf dem World Usability Day 2015 in Köln am 12.11.2015 beginnt um 18:00h und endet um 20:00h.

Moderation: 
Prof. Dr. Gerhard Hartmann, Professor für Informatik (Mensch-Computer Interaktion), Institut für Informatik der Technische Hochschule Köln


 18:00h - 18:30hErlebenszyklus versus Lebenszyklus – wo stecken die Innovationspotentiale im User Experience LifeCycle?
Thomas Geis, ProContext Consulting GmbH

Innovationen für neue Produkte stecken nicht nur in der Nutzungsphase des Produkts. Der Erlebenszyklus des Benutzers eines Produkts (User Experience Lifecycle) beginnt lange vor der Nutzung und endet im Idealfall garnicht. Aber was genau ist der Unterschied zwischen Erlebenszyklus des Benutzers und Produktlebenszyklus aus Sicht der Herstellers? Im Vortrag wird gezeigt, welche Phasen das Erlebenszykluses bei der Produktentwicklung über die eigentliche Nutzung hinweg betrachtet werden müssen und welche zentralen Erfordernisse aus Benutzersicht in jeder Phase vorliegen. Hersteller die diese Erfordernisse in Anforderungen an ihre Produkte überführen sind in der Lage systematisch Innovationspotentiale  vor, wärhend uns nach der Nutzung ihrer Produkte auszuschöpfen. 
  
 18:30h - 19:00hInnovationen und Customer Experience in Versicherungen
Gunnar Tacke, Capgemini Deutschland GmbH

Die Welt der Versicherungen ändert sich. Neben neuen technischen Möglichkeiten im digitalen Markt sind die geänderten Kundenerwartungen der Haupttreiber für die Veränderungen. Kunden vergleichen mehr. Kunden müssen über mehr Kanäle angesprochen werden. Kunden sind wechselwilliger. Kunden erwarten individueller Services.
Die Versicherungen reagieren auf diese neuen Anforderungen und Erwartungen mit Innovationen, die auch abseits klassischer Versicherungsmodelle liegen (z.B. Zahnversicherung, die erst im Schadensfall abgeschlossen wird). Auch in der Versicherungsbranche halten verhaltensbasierte Produktkonzepte Einzug (z.B. Pay-As-You-Drive).
Anhand des „Voice of the customer survey“ wird gezeigt, dass nur 30% der Kunden mit ihrem „Versicherungserlebnis“ zufrieden sind und identifiziert, wo die größten Potentiale für bessere User Experience bestehen. Es besteht den Bedarf nach mehr kundenzentrierten Ansätzen in der Versicherungsbranchen. Die Versicherer müssen zukünftig mehr Wert auf die Kundenwahrnehmung legen.


 19:00h - 19:30hInnnovative Produkte für Banken
Tim Schneider, Railslove GmbH

Es ist 2015 und Banken spüren Innovationsdruck.
Es ist ein Dilemma: In der Branche herrscht eine Kostenloskultur (Neukunden sind kaum noch bereit, für Girokonten zu bezahlen), was es immer schwerer macht sich von der Konkurrenz spürbar zu unterscheiden.
Gleichzeitig bringt die EU eine neue Zahlungsdiensterichtlinie auf den Weg, die es im kommenden Jahr auch Nicht-Banken ermöglichen soll, sog. ""Kontoinformationsdienste"" und ""Zahlungsauslösedienste"" für Bankkonten anzubieten. Mit einem Online-Banking made by Google wird die eigene Bank dann zum Finanzinfrastruktur-Provider degradiert und verliert für ihre Kunden zunehmend an Bedeutung. Sie wird austauschbar, wenn es ihr nicht vorher gelingt sich (durch innovative Produkte) im digitalen Alltag ihrer Kunden zu verankern.
Dies versuchen zur Zeit allerdings auch schon zahlreiche Startup-Unternehmen, die die Herausforderungen der Finanzwelt erkannt haben und nun eigenständig begonnen haben innovative Banking-Produkt zu entwickeln. Denn zu lange war echte Innovation auf Bankenseite nicht spürbar, zu überfällig war die ""Disruption"" der Branche aus Startup-Sicht.
Als Produktentwickler arbeitet Tim Schneider seit Beginn des Jahres mit Banken und Unternehmen aus ihrem direkten Umfeld zusammen, um der Innovation im Banking-Bereich auf den Grund zu gehen.
 
 19:30h -20:00h           Usability Aspekte in agiler Entwicklung - Ein Weg zur Selbsteinschätzung und Verbesserung
Christopher Messner, CI Mobile Minds GmbH

In dieser immer agiler werden Welt werden sich viele Unternehmen der Wichtigkeit menschzentrierter Gestaltung bewusst. Insbesondere große Unternehmen investieren Geld und Zeit in User Research, User Experience Design und Expertise in diesem Gebiet. Kleineren Unternehmen fällt es dahingegen schwer Ressourcen dafür aufzubringen. Hinzu kommt, dass eine Integration agiler Entwicklung und menschzentrierter Gestaltung ein nicht immer einfaches Unterfangen und vor allem ein sehr individueller Prozess ist.
Im Rahmen einer theoretischen Arbeit wurde ein Modell zur (Selbst-)Bewertung und Verbesserung von Usability Aspekten in agiler Entwicklung erarbeitet. Durch dieses Modell soll es Unternehmen ermöglicht werden, die Qualität von Usability Aspekten in ihrem agilen Prozess einzuschätzen. Zusätzlich sollen Mittel an die Hand gegeben werden, wie man Techniken und Methoden aus agiler Entwicklung für menschzentrierte Gestaltung nutzen und somit eine Integration beider Welten vorantreiben kann.
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